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Zwei Personen halten einen Lageplan auf einer Motorhaube aufgespannt

Marktbericht · August 2026

Das Angebot an Hallenflächen im Zielgebiet ist zum dritten Mal in Folge gesunken — während die Nachfrage nach kleinteiligen Einheiten unter 1.500 m² unverändert hoch bleibt.

Diese Ausgabe wertet die im Juli 2026 im Zielgebiet inserierten Gewerbeangebote aus. Sie beschreibt, was gefordert wurde — nicht, was am Ende gezahlt wurde. Wo wir die Datenbasis für zu dünn halten, steht das dabei.

Veröffentlicht 03. August 2026 · frei zugänglich, ohne Registrierung

Aufbaufassung: Diese Ausgabe zeigt Struktur und Umfang des Marktberichts. Die Zahlen sind plausibel gewählt, aber noch nicht erhoben — die erste echte Auswertung folgt.

Die Zahlen des Monats

Angebotene Hallenfläche
58.400 m²

−6,2 % zum Vormonat

Summe aller inserierten Hallen- und Produktionsflächen im Zielgebiet zum Monatsende.

Median Hallenmiete
6,40 €/m²

+1,6 % zum Vormonat

Logistikhallen ab 2.000 m² in Heilbronn. Angebotspreis, netto kalt, ohne Nebenkosten.

Vermarktungsdauer
4,7 Monate

−0,3 Monate zum Vormonat

Median der Zeit zwischen erstem Inserat und Rücknahme des Angebots. Erfasst nur Objekte, die im Beobachtungszeitraum verschwunden sind.

Was sich bewegt hat

Das Angebot schrumpft, aber nicht überall gleich

Der Rückgang um 6,2 Prozent geht fast vollständig auf zwei größere Objekte in Neckarsulm und Bad Friedrichshall zurück, die vom Markt genommen wurden. Rechnet man diese beiden heraus, liegt das Angebot nahezu unverändert auf dem Niveau des Vormonats. Von einer Verknappung auf breiter Front zu sprechen wäre deshalb voreilig.

Auffällig ist die Verteilung: In Heilbronn und Neckarsulm sind großflächige Einheiten weiterhin verfügbar, während im Zabergäu und in Talheim praktisch nichts angeboten wird. Wer dort Fläche sucht, findet sie nur über direkte Ansprache von Eigentümern — der Grund, warum wir das Eigentümerkataster führen.

Kleinteilige Flächen bleiben der Engpass

Einheiten zwischen 500 und 1.500 m² sind seit Monaten das knappste Segment. Sie entstehen fast nur durch Teilung größerer Hallen, und viele Eigentümer scheuen den Aufwand: Brandschutz, getrennte Zähler und eigene Zufahrten machen aus einer Teilung ein Bauprojekt.

Für suchende Betriebe heißt das: Die Chance liegt weniger im Inserat als in der Frage, welche größere Halle sich teilen ließe. Genau diese Frage stellen wir Eigentümern regelmäßig — die Antwort ist häufiger ja als erwartet.

Bürofläche im Gewerbegebiet gewinnt

Während Innenstadtbüros in vielen Städten unter Druck stehen, hält sich Bürofläche im Gewerbegebiet stabil. Der Median in Heilbronn liegt bei 12,40 €/m² und damit 2,1 Prozent über dem Vormonat. Der Grund ist prosaisch: Wer Halle und Verwaltung an einem Ort braucht, hat keine Alternative.

Am Markt

Anonymisiert. Wir nennen keine Adressen und keine Beteiligten — auch dann nicht, wenn das Objekt öffentlich inseriert war.

Neu am Markt

  • Produktionshalle 3.100 m², Heilbronn-Böckingen, Bodenlast 5 t/m²
  • Lagerfläche 780 m² mit Rampe, Bad Friedrichshall
  • Erschlossenes Gewerbegrundstück 4.200 m², Brackenheim

Vom Markt genommen

  • Logistikhalle 6.400 m², Neckarsulm — nach 3 Monaten am Markt
  • Bürofläche 620 m², Weinsberg — nach 7 Monaten am Markt

Ausblick

Für zwei Gewerbegebiete im Zielgebiet laufen derzeit Bebauungsplanverfahren. Beide sind frühestens 2028 vermarktungsreif, verändern die Angebotslage also mittelfristig.

Im September werten wir erstmals die Nebenkostenspannen getrennt nach Baujahrsklasse aus. Bei Hallen vor 1995 liegen sie erfahrungsgemäß deutlich höher — eine Zahl, die in keiner Anzeige steht und die Gesamtkosten stärker bewegt als ein Zehntel bei der Miete.

Methodik und Datenstand

Grundlage sind die im Berichtsmonat im Zielgebiet inserierten Gewerbeangebote — also geforderte, nicht gezahlte Preise. Abschlüsse liegen erfahrungsgemäß 5 bis 15 Prozent darunter. Wir bilden Mediane statt Durchschnitte, weil einzelne Premiumobjekte jeden Mittelwert verzerren. Zeilen mit weniger als fünf Angeboten weisen wir als dünne Datenbasis aus, statt sie stillschweigend mitzuzählen.

Sobald wir genug eigene Abschlüsse ausgewertet haben, weisen wir Angebots- und Abschlusswerte getrennt aus. Bis dahin steht in diesem Bericht keine Zahl, die wir nicht belegen können. Finden wir einen Fehler, korrigieren wir ihn und vermerken das in der nächsten Ausgabe.

Zum vollständigen Preisspiegel · Stand August 2026
Sandro Seifert, Geschäftsführer · Vermittlung

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Sandro Seifert

Geschäftsführer · Vermittlung

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