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ATLAS
Eine Person steht im geöffneten Hallentor und blickt auf den Hof hinaus

Sale-and-lease-back

Verkaufen und drin bleiben.

Die eigene Halle wird zu Kapital, der Betrieb läuft unverändert weiter — als Mieter, zu Konditionen, die für zwanzig Jahre feststehen. Ein Verfahren, das lange als Notverkauf galt und heute ein Werkzeug der Bilanzsteuerung ist.

Das Verfahren

Zwei Verträge, ein Termin.

Ein Unternehmen verkauft die Immobilie, die es selbst nutzt, an einen Investor — und schließt im selben Zug einen Mietvertrag über dieselbe Fläche. Produktion, Lager und Belegschaft bleiben, wo sie sind. Was sich ändert, ist die Eigentümerzeile im Grundbuch und die Bilanz.

Die Laufzeit liegt üblicherweise zwischen zehn und fünfundzwanzig Jahren, häufig mit Verlängerungsoptionen. Der Käufer erhält damit einen Mieter, den er kennt, und eine Restlaufzeit, die kein Vermietungsrisiko trägt. Der Verkäufer erhält den Verkehrswert seiner Immobilie als Liquidität.

Beide Größen hängen zusammen: Ein höherer Kaufpreis wird über eine höhere Miete erkauft, ein niedrigerer über eine niedrigere. Genau darüber wird verhandelt — nicht über den Preis allein.

Der Markt, kurz gefasst

Standard

Was jahrelang als Notverkauf galt, ist heute ein Instrument der Eigenkapitalsteuerung — getrieben von Zinswende, ESG-Anforderungen und Investitionen in Automatisierung.

Nachfrage > Angebot

Das Investoreninteresse ist erheblich, passende Objekte sind knapp. Wer verkaufen will, verhandelt derzeit aus einer guten Position.

Logistik voran

Lager- und Produktionsflächen stehen im Mittelpunkt: Die eigene Halle galt lange als Zeichen von Stabilität — diese Gleichung wird gerade neu gerechnet.

Einschätzung auf Grundlage von Marktberichten und Fachbeiträgen, Stand August 2026. Qualitativ — belastbare Transaktionszahlen für den Raum Heilbronn liegen nicht vor.

Wer was davon hat

Ein Geschäft mit zwei Rechnungen.

Für den Nutzer

Kapital, das im Mauerwerk steckt

  • Liquidität ohne Kredit

    Der Verkehrswert wird zu Eigenmitteln — ohne neue Verbindlichkeit, ohne Bankgespräch, ohne Covenants.

  • Kapital dort, wo es mehr verdient

    Eine Halle rentiert mit vier bis sechs Prozent. Eine neue Fertigungslinie oder ein Zukauf oft mit deutlich mehr. Sale-and-lease-back verschiebt Kapital vom Grundstück ins Kerngeschäft.

  • Standort bleibt

    Keine Verlagerung, kein Umzug, keine Belegschaft, die kündigt. Das unterscheidet das Verfahren von jedem anderen Weg, an denselben Betrag zu kommen.

  • Planbare Kosten

    Miete statt Instandhaltungsrücklage und ungeplanter Dachsanierung — je nachdem, wie der Vertrag die Lasten verteilt.

Für den Investor

Ein Mieter, den man kennt

  • Kein Vermietungsrisiko am Anfang

    Die Fläche ist ab dem ersten Tag belegt. Kein Leerstand, keine Erstvermietung, keine Anlaufkosten.

  • Langer WALT

    Fünfzehn oder zwanzig Jahre Restlaufzeit sind am Markt kaum zu kaufen. Sie tragen die Bewertung und erleichtern die Finanzierung.

  • Bonität statt Prognose

    Der Mieter hat testierte Abschlüsse und eine Historie am Standort. Das ist eine belastbarere Grundlage als jede Nachfrageschätzung.

  • Indexierung

    Üblicherweise an den Verbraucherpreisindex gekoppelt — die Miete läuft der Inflation nicht hinterher.

Ehrlich gerechnet

Was dagegen spricht.

Wer ein Verfahren erklärt, an dem er verdient, und dabei die Nachteile verschweigt, wird spätestens beim Steuerberater entlarvt. Deshalb hier die Punkte, die gegen einen Verkauf sprechen können.

Stille Reserven werden gehoben

Eine Halle, die vor dreißig Jahren gebaut und längst abgeschrieben ist, hat einen Buchwert nahe null. Der Verkaufserlös ist dann fast vollständig steuerpflichtiger Gewinn. Je nach Rechtsform und Gestaltung kann das ein erheblicher Betrag sein — er gehört in die Rechnung, bevor über den Kaufpreis gesprochen wird.

Die Bilanz wird nicht unbedingt kürzer

Nach IFRS 16 landet das Nutzungsrecht aus dem Mietvertrag wieder als Vermögenswert in der Bilanz, samt korrespondierender Verbindlichkeit. Der klassische Bilanzverkürzungseffekt greift dort nur eingeschränkt. Nach HGB sieht es anders aus.

Wertsteigerung geht mit

Grundstücke im Raum Heilbronn haben in den letzten zwanzig Jahren erheblich zugelegt. Wer verkauft, gibt diese Entwicklung ab — und zahlt gleichzeitig eine Miete, die über eine Indexierung mitsteigt.

Die Miete ist eine Dauerlast

Der Erlös fließt einmal, die Miete jeden Monat. Über zwanzig Jahre summiert sie sich häufig auf mehr als den Kaufpreis. Das ist kein Argument dagegen — aber eine Zahl, die man kennen muss.

Weniger Freiheit am Bau

Ein Anbau, eine neue Rampe, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach: Als Eigentümer entscheiden Sie. Als Mieter brauchen Sie eine Zustimmung — und verhandeln über die Verteilung der Kosten.

Der Käufer bleibt zwanzig Jahre

Wer verkauft, wählt nicht nur einen Preis, sondern einen Vertragspartner für zwei Jahrzehnte. Ein institutioneller Bestandshalter verhält sich anders als ein Fonds mit fünfjährigem Anlagehorizont.

Diese Hinweise ersetzen keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Die Bewertung hängt von Rechtsform, Buchwerten, Rechnungslegung und Gestaltung ab — das gehört vor jeder Entscheidung auf den Tisch Ihres Steuerberaters.

Verhandelt wird über

Nicht nur über den Kaufpreis.

Kaufpreis und Miete sind zwei Seiten derselben Rechnung. Wer nur den Preis verhandelt, verschenkt die andere Hälfte.

Laufzeit und Optionen

Zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre fest, dazu Verlängerungsoptionen. Jedes Jahr Restlaufzeit erhöht den Wert für den Käufer — und bindet Sie.

Höhe der Miete

Eine marktgerechte Miete ergibt einen marktgerechten Preis. Eine überhöhte Miete hebt den Kaufpreis, drückt aber dauerhaft das Ergebnis.

Indexierung

Voll oder anteilig an den Verbraucherpreisindex, mit oder ohne Schwelle. Über zwanzig Jahre macht der Unterschied mehr aus als der Kaufpreis.

Instandhaltung

Wer trägt Dach und Fach, wer die technischen Anlagen? Ein Triple-Net-Vertrag verlagert nahezu alles auf den Mieter — und wird entsprechend bepreist.

Rückkauf- und Vorkaufsrecht

Ein Vorkaufsrecht kostet den Käufer Flexibilität und Sie einen Teil des Preises. Wer sich die Option offenhalten will, muss sie bezahlen.

Sicherheiten

Bürgschaft, Kaution oder Patronatserklärung — was der Käufer verlangt, hängt an Ihrer Bonität und wirkt zurück auf den Preis.

Unsere Rolle

Wir kennen die Hallen, bevor sie am Markt sind.

Das Kapital für Sale-and-lease-back ist da. Was fehlt, sind Objekte — und zwar nicht, weil es sie nicht gäbe, sondern weil niemand weiß, welcher Eigentümer gerade darüber nachdenkt.

Wir erfassen die Gewerbeflächen im Raum Heilbronn systematisch: wer sie gebaut hat, wer sie nutzt, wie groß sie sind, wann Verträge auslaufen. Nicht nur die, die inseriert sind — auch die, über die nie jemand spricht.

Für einen Eigentümer heißt das: eine Einschätzung, die auf Vergleichswerten beruht statt auf einem Bauchgefühl. Für einen Investor: Zugang zu Objekten, die nicht im Bieterverfahren stehen.

So läuft es ab

  1. 1

    Einordnung

    Wir schätzen Verkehrswert und erzielbare Miete anhand vergleichbarer Objekte der Region. Zwei Zahlen, die zusammengehören.

  2. 2

    Rechnung

    Was bleibt nach Steuern? Was kostet die Miete über zwanzig Jahre? Die Zahlen kommen von uns, die Bewertung von Ihrem Steuerberater.

  3. 3

    Ansprache

    Wir sprechen gezielt Investoren an, die im Raum Heilbronn kaufen — ohne Inserat, ohne dass Ihr Wettbewerb davon erfährt.

  4. 4

    Verhandlung

    Kaufpreis und Mietvertrag werden gemeinsam verhandelt. Beides einzeln zu optimieren führt zu einem schlechten Gesamtergebnis.

Bevor Sie etwas unterschreiben

Wir rechnen es durch, bevor wir dazu raten.

Erst die Rechnung, dann das Mandat

Ob sich Sale-and-lease-back für Sie lohnt, steht am Anfang fest — nicht nach drei Monaten Vermarktung. Rechnet es sich nicht, sagen wir das.

Ihr Steuerberater sitzt mit am Tisch

Stille Reserven, Bilanzwirkung und Gewerbesteuer entscheiden hier mehr als der Kaufpreis. Wir liefern die Zahlen, die Bewertung gehört zu Ihrem Berater.

§ 34c Abs. 1 GewO

Erlaubnis erteilt durch das Landratsamt Heilbronn. Vermögensschadenhaftpflicht ab Geschäftsaufnahme.

Rückmeldung binnen 24 Stunden

Von Sandro Seifert persönlich, nicht von einer Eingangsbestätigung. An Werktagen, auch wenn die Antwort eine Absage ist.

Sandro Seifert, Geschäftsführer · Vermittlung

Reden wir über Ihre Halle.

Zwanzig Minuten am Telefon reichen für die erste Einschätzung: Kaufpreis, mögliche Miete, Laufzeit. Wenn es passt, rechnen wir es genau; wenn nicht, wissen Sie es vorher.

Sandro Seifert

Geschäftsführer · Vermittlung

Rückmeldung binnen 24 Stunden. Kein Auftrag nötig, keine Kosten.

Sandro Seifert, Geschäftsführer · Vermittlung

Rechnet sich das für Ihre Halle?

Ein Gespräch klärt in zwanzig Minuten, ob sich der Aufwand lohnt — mit Zahlen aus der Region, nicht mit Faustformeln. Sie sprechen direkt mit dem Geschäftsführer.

Sandro Seifert

Geschäftsführer · Vermittlung

Rückmeldung binnen 24 Stunden. Kein Auftrag nötig, keine Kosten.